WSV II 4:2 FC St. Pauli VI

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(Foto: Matthias Scharf Fotografie (Archiv))

Abstieg verschoben: Dank eines 4:2 (1:2) Siegs gegen den FC St. Pauli können Walddörfers zweite Herren erst einmal aufatmen. 

Die Vorzeichen vor der Partie standen so schlecht wie noch nie: Gewinnt der WSV nicht gegen die Konkurrenz vom Millerntor, wären die Volksdorfer rechnerisch abgestiegen. Die Wichtigkeit des Spiels wurde daher auch in den ersten Minuten deutlich, als die Strauße, vielleicht aus der Nervosität heraus, den Paulianern zu viele Spielanteile überließen. In dieser noch nicht ganz aufmerksamen Phase der Gastgeber fiel das 0:1: Einen abgefälschten Distanzschuss kann Torwart Hausenfelder nur zur Seite abwehren, wo der einschussbereite Stürmer bereits auf den Abstauber wartete (0:1 – 8. Minute). Aufgewacht durch den Gegentreffer steigerte sich das Spiel des Walddörfer SV durch Aggressivität und Kurzpassspiel in den kommenden Minuten enorm. Schließlich war es in der 17. Spielminute ein Freistoß, welchen Niesen zum Kopfballtreffer und damit zum Ausgleich nutzte. Die Freude über den verdienten Ausgleich währte nicht allzu lange, als es in der 19. Minute zu einem Abstimmungsfehler zwischen Bartels und Hausenfelder kam, wodurch der gegnerische Stürmer frei zum 1:2 einschieben konnte. Bis zum Halbzeitpfiff blieben die Gastgeber dennoch das deutlich spielbestimmende Team, viele taktische Fouls vom FC St. Pauli waren die Folge. Die daraus erspielten Chancen blieben jedoch ohne Erfolgserlebnis.

Auch in Halbzeit zwei beanspruchten die Strauße das Spiel für sich – durch früheres Pressing erhöhte sich der Spielanteil der Volksdorfer nochmal immens. Dennoch wollte der Ausgleichstreffer nicht fallen, sodass Trainer Erdmann zur Schlussphase auf eine offensivere Dreierkette umstellte. Und die Schlussphase hatte es in sich: Zuerst verpassten Lüdeke-Eichmeyer und Baustian nach Flanke von Jochimsen das Tor knapp, ehe Kristen es besser machte und eine Flanke von Baustian in der 85. Minute verwertete. Da ein Punkt für den WSV nicht ausreichen würde, liefen die Rot-Weißen weiter an, gefährliche Konter auf der Gegenseite wurden spätestens durch Keeper Hausenfelder entschärft. Und so belohnte sich die Zweitvertretung für ihr Engagement: Nach einer Ecke schädelt Kapitän Kreimann das entscheidende 3:2 in der 89. Minute rein. Das dann noch gefallene 4:2 durch Kristen in der Nachspielzeit war ein Ergebnis der anrennenden Gäste, welche Räume für die Stürmer boten.

Aufgeschoben ist aufgehoben? Nicht ganz. Dennoch wurde der rechnerische Abstieg zumindest erst einmal abgewendet. Gleich am kommenden Wochenende geht es gegen Sasel um genau dasselbe Ziel.